Pflegestützpunkte als erste Anlaufstelle rund um die Pflege

Bild: Broschüre Arbeitshilfe Ehrenamt

In einem Pflegestützpunkt können sich

  • Pflegebedürftige, Ratsuchende und Angehörige

  • Interessierte Einrichtungen und Organisationen

zu Fragen der pflegerischen Versorgung beraten lassen. Pflegestützpunkte sind neutrale Beratungsstellen für Menschen, die Informationen aus einer Hand rund um das komplexe Thema Pflege benötigen.

Das Informationsportal zu den Pflegestützpunkten erreichen Sie hier.

Die Beratung erreichen Sie über die kostenfreie Service-Nummer.

0800 59 500 59
Montag - Freitag
von 9.00 - 18.00 Uhr


Worüber kann ich mich im Pflegestützpunkt informieren und beraten lassen?

Grundsätzlich
•    zu Leistungen der Pflegeversicherung
•    zu Leistungen der Krankenversicherung insbesondere bei Pflegebedürftigkeit
•    zu Auswahl und Inanspruchnahme von weiteren bundes- oder landesrechtlich vorgesehenen Sozialleistungen sowie sonstigen Hilfsangeboten
•    zu sozialrechtlichen Fragen einschließlich der Unterstützung bei Antrags- und Widerspruchsverfahren

Im Einzelnen
-    zu präventiven, medizinischen, rehabilitativen, pflegerischen und sozialen Hilfs – und Unterstützungsangeboten
-    zu Hilfsmitteln
-    zur alten- und behindertengerechten Wohnungsanpassung
-    zu Wohnformen für ältere und behinderte Menschen
-    zu Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige
-    zu Pflegediensten, Kurzzeit- und Tagespflegeangeboten und Pflegeheimen
-    zur Verhinderungspflege
-    zu Selbsthilfegruppen
-    zu ehrenamtlichem Engagement und Unterstützung
-    zu Finanzierungsmöglichkeiten
-    zu Vorsorgeregelungen und Betreuungsangelegenheiten

Wie sieht die Unterstützung durch den Pflegestützpunkt aus?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegestützpunkten informieren, beraten und unterstützen bei der Inanspruchnahme von Leistungen. Sie helfen den Ratsuchenden und Pflegebedürftigen auch bei der Vorbereitung von Anträgen auf Leistungen bei den jeweiligen Leistungsträgern.
Sie bieten darüber hinaus Pflegeberatung nach § 7a Sozialgesetzbuch XI (Soziale Pflegeversicherung) an, das heißt
•    der Hilfebedarf wird unter Berücksichtigung der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung systematisch dokumentiert und analysiert
•    ein individueller Versorgungsplan wird mit den für den Pflegebedürftigen erforderlichen Sozialleistungen und gesundheitsfördernden, präventiven, kurativen, rehabilitativen oder sonstigen medizinischen sowie pflegerischen und sozialen Hilfen erstellt und bei veränderter Bedarfslage angepasst.
•    die Pflegeberaterin / der Pflegeberater übernimmt bei Bedarf für den Ratsuchenden die Abstimmungen und die Organisation von Behandlungs- und Versorgungsabläufen mit allen beteiligten Einrichtungen und Leistungsträgern etc.
Der Service ist umfassend, kostenlos und unabhängig.
Die Beratung erfolgt im Pflegestützpunkt, telefonisch oder / und auf Wunsch zu Hause, in der eigenen Wohnung oder auch in Einrichtungen.
Im Pflegestützpunkt finden Pflegebedürftige, von Pflegebedürftigkeit bedrohte Menschen, Menschen mit Behinderung, Angehörige und professionelle wie auch ehrenamtliche Helferinnen / Helfer sowie alle Interessierten sachkundige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte sind ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Pflegefachkräfte und Sozialversicherungsfachangestellte.
Pflegeberaterinnen / Pflegeberater sind außerdem verpflichtet, eine Zusatzqualifikation zum/zur  Pflegeberater/in nachzuweisen.

Warum Pflegestützpunkte?

Die Zusammenarbeit der Träger (Land Berlin und Kranken- und Pflegekassen) dient vor allem dem Ziel, die Inanspruchnahme der gesetzlich vorgesehenen Sozialleistungen zu erleichtern. Alle im Fall des Pflegebedürftigen in Frage kommenden Angebote zur Hilfe und Unterstützung sollen übergreifend und neutral aufeinander abgestimmt werden.
Pflegestützpunkte tragen dazu bei, die Versorgungsangebote in Berlin zu vernetzen.
Mit den Informationen und Beratungen sollen pflegende Angehörige entlastet, unerwünschte Heimunterbringungen verhindert und auf ehrenamtliche Angebote hingewiesen werden. Weiterhin erhalten Menschen Unterstützung, um in ihrer eigenen Wohnung leben zu können.
Die Pflegestützpunkte begleiten den Wandel unser älter und vielfältiger werdenden Stadtgemeinschaft. Unterstützt wird auch die bedarfsgerechte Versorgung älterer Menschen mit Migrationshintergrund, allen voran den Gastarbeitern der ersten Einwanderergeneration, von pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen sowie von älteren Menschen mit Behinderung.

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