Termine und Veranstaltungen 2021

Unsere Veranstaltungen bilden die Reihe Pflegeunterstützung des Fortbildungsprogramms "Aktiv in Selbsthilfe"

Den gesamten Fortbildungskatalog können Sie hier herunterladen.

Unsere Veranstaltungen werden unter Einhaltung der jeweils aktuellen Vorgaben zur COVID-19-Prävention des Landes Berlin durchgeführt. Der Lage rund um Corona entsprechend finden aktuell ausschließlich Fortbildungen im digitalen Format über den Anbieter Zoom statt. Kurzfristige Änderungen und ggf. Absagen können wir zur Zeit leider nicht ausschließen.


Gewalt (-prävention) in der informellen Pflege

In der informellen Pflege können belastende Konflikte und Aggressionen entstehen, die zu Gewalt oder gewaltförmigem Verhalten führen können. Gewalt hat viele Gesichter und äußert sich nicht nur über physische und verbalen Aspekte. Auch weniger sichtbare Formen, wie Vernachlässigung, Demütigungen, schlechte Pflege oder freiheitentziehende Maßnahmen sind als Ausdruck von Gewalt zu verstehen. Daher ist es sehr wichtig, dass pflegende Angehörige wirksame Unterstützung erhalten.
Inhalt der Fortbildung sind neben der Vermittlung von theoretischen Grundkenntnissen und rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere praxisbezogene Aspekte. Welche Erkennungsmerkmale von Gewalt
in der informellen Pflege gibt es und welche Präventionsmaßnahmen und Handlungsspielräume gibt es, wenn Verdachtsfälle vorliegen?

Zeit:                        Montag, 4. Oktober 2021 I 9.30-16.45 Uhr
Ort:                         Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung, Bismarckstr. 101, 10625 Berlin
Leitung:               Gabriele Tammen-Parr (Diplom-Sozialpädagogin, Ehe-, Familienund Lebensberaterin, Mediatorin)
Kosten:                 kostenfrei
Anmeldung:      kompetenzzentrum@sekis-berlin.de


Einführung in die motivierende Gesprächsführung

Pflegende Angehörige können unter erheblichem Stress stehen und laufen häufig Gefahr, mutlos zu werden, ihre Motivation zu verlieren und / oder sich durch ungünstige Verhaltensmuster (z.B. mangelnde Selbstfürsorge) zu verausgaben.
Der Ansatz der „Motivierenden Gesprächsführung“ („Motivational Interviewing“, MI) will das Gegenüber darin unterstützen, durch individuelle innere Klärungen aus motivationalen Sackgassen heraus zu kommen und die Bereitschaft zu Veränderungen aufzubauen. In der Fortbildung werden Fachkräften aus der Pflegeunterstützung für ihre Kontakte mit pflegenden Angehörigen einige Prinzipien, Techniken und Handlungsanweisungen der motivierenden Gesprächsführung vermittelt und an konkreten Beispielen eingeübt. Dabei geht es insbesondere um zielführendes Aktives Zuhören, „Change Talk“, Kommunikation zur Verstärkung selbstmotivierender Haltungen (spezifische Coachingfragen) und Umgang mit inneren Widerständen

Zeit:                        Dienstag, 29. Oktober 2021 I 9.30-16.45 Uhr
Ort:                         Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung, Bismarckstr. 101, 10625 Berlin
Leitung:               Ulrike Wolf (Trainerin für Soft Skills / Coach)
Kosten:                 kostenfrei
Anmeldung:      kompetenzzentrum@sekis-berlin.de

 


(Gem)einsam im Alter und bei Pflegebedürftigkeit

Einsamkeit kann uns allen in verschiedenen Lebensphasen begegnen. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen, die ganz individuell sein können. Die Arbeit mit von Pflege betroffenen oder pflegenden Angehörigen, die gar kein soziales Netz mehr besitzen und keinen Kontakt suchen, können als herausfordernde Situationen empfunden werden.
Dies fordert unterschiedliche Kompetenzen von den Fachkräften und Mitarbeitenden. Auch in der Begegnung mit pflegenden Angehörigen, die aufgrund der Belastungen der Pflegesituation einsam werden können und der Gefahr der sozialen Isolation ausgesetzt sind. Wir werden verschiedene Methoden kennenlernen, die dabei helfen können, auf verschiedene belastende Situationen und Herausforderungen, die die gewohnten
Reaktionsmöglichkeiten überfordern, zu reagieren. Beispielsweise Übungen zur Resilienzförderung und Achtsamkeit, um mich selbst zu entlasten und mir eine kleine Auszeit zu nehmen.

Zeit:                        Donnerstag, 11. November 2021 I 9.30-16.45 Uhr
Ort:                         Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung, Bismarckstr. 101, 10625 Berlin
Leitung:               Ines Krahn (Diplom Sozialpädagogin, Coach, Moderatorin)
Kosten:                 kostenfrei
Anmeldung:      kompetenzzentrum@sekis-berlin.de


Bereits stattgefundene Veranstaltungen 2021

Grundlagentraining zu digitalen Kompetenzen in der Pflegeunterstützung

Corona hat uns im vergangenen Jahr gezeigt, wie stark die Pflegeunterstützung von Digitalisierungsprozessen abhängig ist, um ihre Angebote in Pandemie-Zeiten und den Zugang zur Zielgruppe aufrecht
erhalten zu können. Die Lage rund um Corona hat aber auch gezeigt, dass viele Akteur*inne in der Pflegeunterstützung durch ein fehlendes digitales Know-How verunsichert und eingeschränkt sind.
Ziel der Fortbildung ist es, Fachkräfte aus der Pflegeunterstützung in ihren digitalen Kompetenzen und einen sicheren Umgang mit digitalen Tools zu stärken. Wie können digitale Gruppentreffen
umgesetzt werden? Welche technischen Voraussetzungen werden benötigt? Wie wird ein Videochat für Meetings eingerichtet? Und, wie können virtuelle Beratungssituationen und Gespräche mit pflegenden
Angehörigen oder Ehrenamtlichen erfolgen?
Ein weiteres Anliegen ist es, die Fachkräfte in Vermittlungskompetenzen zu stärken, um den Zielgruppen anleitend einen Umgang mit digitalen Kommunikationsformen zu ermöglichen.

Zeit:                        Montag, 1. März und Donnerstag, 4. März 2021, jeweils von 9 – 12.15 Uhr   **ausgebucht**
Leitung:               Dr. Samuel F. Müller (Sozial- und Politikwissenschaften; Trainer für Kommunikation und digitale Zusammenarbeit)
Kosten:                 kostenfrei
Format:                digital
Anmeldung:      kompetenzzentrum@sekis-berlin.de

Kultursensibilität – Was heißt das?

Ein immer größerer Anteil der zu pflegenden Personen wie auch pflegende Angehörige und die Fachkräfte aus der Pflegeunterstützung haben eine eigene oder familiäre Zuwanderungsgeschichte. Damit treffen auch immer häufiger Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Prägungen aufeinander. Dies kann enorm bereichernd sein, aber auch – bei allem guten Willen – Unsicherheiten, Irritationen oder Konflikte auslösen.
Natürlich muss in der Einwanderungsgesellschaft der Blick auf das Individuum und sein spezielles So-Sein gerichtet bleiben, das oft aus einer Mischung verschiedener kultureller Prägungen geformt wurde. Dennoch macht es Sinn, mögliche kulturelle Unterschiede – jenseits von Essen und Religion – zu kennen: einmal, um sich der Kulturgebundenheit eigenen Handelns als Auslöser für Irritationen bewusst zu werden und zum anderen, um ein adäquates Verständnis für Verhalten und Einstellungen des fremdkulturellen Gegenübers zu entwickeln.
Die Fortbildung wird sich daher wertschätzend mit einigen interkulturellen Themen beschäftigen, die in der Pflege häufig zu Irritationen führen: verschiedene Vorstellungen über den „richtigen“ Umgang mit Zeit, unterschiedliche Rollen von Familie und Verwandtschaft, Genderfragen, Unterschiede in den Kommunikationsstilen und Unterschiede in den Werteorientierungen.
Ziel ist eine größere Sensibilität im Hinblick auf kulturelle Unterschiede als Voraussetzung für einen angemessenen Umgang mit diesen.

Zeit:                        Freitag 19. März und Montag, 22. März 2021 jeweils vvon 9-12.15 Uhr
Leitung:               Ulrike Wolf (Trainerin für Soft Skills /Coach)
Kosten:                 kostenfrei
Format:                 digital
Anmeldung:      kompetenzzentrum@sekis-berlin.de


© 2021 Pflegeunterstützung in Berlin