Bild Logo Kontaktstellen

Kontaktstellen PflegeEngagement

Engagement und Selbsthilfe rund um die Pflege

In Berlin gibt es 12 Kontaktstellen PflegeEngagement, kurz KPE. Sie wurden 2010 zur Unterstützung von Selbsthilfe und Ehrenamt rund um die häusliche Pflege gegründet und sind bundesweit einmalig. Die KPE werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie durch die privaten und gesetzlichen Pflegekassen.


Bild: Broschüre Arbeitshilfe Ehrenamt

Die Kontaktstellen PflegeEngagement unterstützen

betreuungs- und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige bei der Alltagsbewältigung
und Menschen, die selbstbestimmte Hilfeformen rund um die Pflege suchen, z.B.:

  • Chronisch Kranke, die sich wechselseitig im Alltag zur Seite stehen wollen
  • Gesprächsgruppen von pflegenden Angehörigen
  • Nachbarschaftliche Hilfenetze
  • Gruppen von Menschen, die gemeinsam mit anderen für
    eine spätere Pflegesituation im Alter Vorsorge treffen wollen
  • Freiwillige, die Pflegebedürftige oder deren Angehörigen unterstützen möchten

Bild: Broschüre Arbeitshilfe Ehrenamt
  • Sind Sie pflegebedürftig oder pflegender Angehöriger und möchten mit Gleichbetroffenen in Kontakt treten?
  • Möchten Sie gemeinsam mit anderen aktiv werden, um möglichst lange selbstbestimmt leben zu können?
  • Oder wollen Sie sich ehrenamtlich für Betroffene oder Angehörige engagieren?
  • Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.
    Sie erreichen in jedem Bezirk eine Kontaktstelle.

Hier informiert Sie ein kurzer Film über die Kontaktstellen

Wenn Sie auf das Bild klicken, werden Sie zu youtube weitergeleitet.
Bild Ausschnitt von Film

Bild Mitarbeiterinnen

Kontaktstellen PflegeEngagement kooperieren mit Deutsch-Japanischem Verein für kultursensible Pflege e.V. (DeJaK-Tomonokai e.V.)

Ziel der Kooperation ist es u.a., im Zuge der interkulturellen Öffnung pflegeflankierende Selbsthilfe durch fachliche Begleitung und Qualifizierung (Teilnahme an Schulungen) von Japanisch sprachigen Ehrenamtlichen zu fördern. Diese besuchen und begleiten ältere Menschen aus ihrer Heimat und kommunizieren in der Muttersprache mit ihnen.


Auftrag der Kontaktstellen

Die Kontaktstellen PflegeEngagement in Berlin wollen das Potential der Selbstorganisation und die Chancen der freiwilligen, wechselseitigen Hilfe rund um das Thema ‚häusliche Pflege’ lebendig werden lassen. Sie setzen damit einen Auftrag des Bundesgesetzgebers um, der im Rahmen der Pflegeversicherung nach § 45d SGB XI Selbsthilfe und Ehrenamt in der Pflege stärken will.

Berlin hat sich dafür entschieden, diese Aufgabe an die Selbsthilfekontaktstellen anzubinden und das Vorhaben damit als Infrastrukturkonzept umgesetzt. So wird die Idee des Förderkonzepts Stadtteilzentren weiterentwickelt und die Zusammenarbeit der Aktiven in der Pflege mit Vereine und Verbänden chronisch Kranker, Selbsthilfeinitiativen, Nachbarschafts- und Mehrgenerationenhäusern, Freiwilligenagenturen, Seniorenorganisationen und der Interessenvertretung Älterer gefördert.

Ziel ist es, informelle, selbstorganisierte Netzwerke engagierter Bürger im Bereich der Pflege zu stärken. Sie ergänzen die Angebote zur Unterstützung im Alltag (nach § 45c SGB XI) und setzen dort an, wo professionelle Pflegeleistungen an ihre Grenzen stoßen.

Die Kontaktstellen PflegeEngagement helfen bei Gruppengründungen und -organisation, Öffentlichkeitsarbeit und bei der Schulung von Freiwilligen. Sie stellen Räume und Ausstattung bereit oder vermitteln diese.
Vorgesehen ist, dass sich die Initiativen oder Gruppen der allgemeinen Betreuung und Entlastung vor allem folgender Personengruppen annehmen:

  • Menschen aller Pflegestufen mit Pflege- oder Betreuungsbedarf,
  • Personen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung: Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, bei denen die Krankheit oder Behinderung Auswirkungen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens hat und
  • pflegende Angehörige.

Die Kontakstellen PflegeEngagement arbeiten auf der Basis eines Konzepts, einer Aufgabenbeschreibung und Standards nach der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, die diese mit den Verbänden der Pflegekassen abgestimmt hat. Die gesetzlichen Grundlagen können Sie hier nachlesen.


© 2018 Pflegeunterstützung in Berlin